Digitalisierungsoffensive KI
12.06.2026
Säule 2 · Künstliche Intelligenz

KI als Wissensmanagement-Bot — in drei aufeinander aufbauenden Szenarien

Wir starten dort, wo der regulatorische Aufwand am geringsten ist und der Nutzen für die Mitarbeiter sofort spürbar — mit öffentlichen Regelwerken. Schrittweise erweitern wir um interne Inhalte, sobald die Governance steht.

PoC ✓
Ein funktionsfähiger Wissensmanagement-Bot („ChatGBütti") läuft bereits intern und zeigt: RAG-Suche über Regelwerke ist machbar, schnell und akzeptiert.

Drei Szenarien — ein Reifegrad-Pfad

Jedes Szenario baut auf dem vorigen auf. Wir gehen sie in dieser Reihenfolge an, weil so der regulatorische Aufwand kontinuierlich wächst — nicht sprunghaft.

Szenario 1 — öffentliche Regelwerke

RAG-Bot über GoB, KWG, DORA, MaRisk, BaFin-Rundschreiben, EU-AI-Act, Atruvia/IKESA. Am ehesten freigabefähig — keine personenbezogenen Daten, keine Bankgeheimnisse.

startklar

Szenario 2 — bankinterne Regelungen

Erweiterung um interne Anweisungen, Richtlinien und Prozessdokumente. Gut machbar — mit sauberer Vertraulichkeits- und Dokumenten-Governance.

nach Sz. 1

Szenario 3 — eigene User-Uploads

Mitarbeitende laden eigene Dokumente in den Bot. Hier braucht es DSFA, DLP und klare Datenschutz-Schranken — bewusst zurückgestellt, bis das Fundament steht.

später

Warum jetzt — und warum genau so?

Nutzen für Mitarbeitende

  • Antworten auf Compliance-Fragen in Sekunden statt Stunden
  • Quellen mit-zitiert — jede Antwort ist nachvollziehbar
  • Onboarding-Zeit verkürzt: neue Kolleg:innen finden Regelwerke per Sprache
  • Wissensbasis wächst mit jedem Update der Regelwerke automatisch

Strategischer Hebel

  • EU-AI-Act Art. 4 verlangt KI-Schulung — eigener Bot ist gleichzeitig Lerngegenstand
  • Aufbau von KI-Kompetenz im Haus — wir bleiben nicht passive Kunden
  • Architektur-Vorlage für weitere Use-Cases (z. B. KI im Kundenportal)
  • Kosten kalkulierbar — pay-as-you-go, kein Großvertrag