KI als Wissensmanagement-Bot — in drei aufeinander aufbauenden Szenarien
Wir starten dort, wo der regulatorische Aufwand am geringsten ist und der Nutzen für die Mitarbeiter sofort spürbar — mit öffentlichen Regelwerken. Schrittweise erweitern wir um interne Inhalte, sobald die Governance steht.
Drei Szenarien — ein Reifegrad-Pfad
Jedes Szenario baut auf dem vorigen auf. Wir gehen sie in dieser Reihenfolge an, weil so der regulatorische Aufwand kontinuierlich wächst — nicht sprunghaft.
Szenario 1 — öffentliche Regelwerke
RAG-Bot über GoB, KWG, DORA, MaRisk, BaFin-Rundschreiben, EU-AI-Act, Atruvia/IKESA. Am ehesten freigabefähig — keine personenbezogenen Daten, keine Bankgeheimnisse.
startklarSzenario 2 — bankinterne Regelungen
Erweiterung um interne Anweisungen, Richtlinien und Prozessdokumente. Gut machbar — mit sauberer Vertraulichkeits- und Dokumenten-Governance.
nach Sz. 1Szenario 3 — eigene User-Uploads
Mitarbeitende laden eigene Dokumente in den Bot. Hier braucht es DSFA, DLP und klare Datenschutz-Schranken — bewusst zurückgestellt, bis das Fundament steht.
späterWarum jetzt — und warum genau so?
Nutzen für Mitarbeitende
- Antworten auf Compliance-Fragen in Sekunden statt Stunden
- Quellen mit-zitiert — jede Antwort ist nachvollziehbar
- Onboarding-Zeit verkürzt: neue Kolleg:innen finden Regelwerke per Sprache
- Wissensbasis wächst mit jedem Update der Regelwerke automatisch
Strategischer Hebel
- EU-AI-Act Art. 4 verlangt KI-Schulung — eigener Bot ist gleichzeitig Lerngegenstand
- Aufbau von KI-Kompetenz im Haus — wir bleiben nicht passive Kunden
- Architektur-Vorlage für weitere Use-Cases (z. B. KI im Kundenportal)
- Kosten kalkulierbar — pay-as-you-go, kein Großvertrag